Fehler

1. Das falsche Instrument gelernt! Die Wahl des richtigen Musikinstruments ist wichtig. Jeder hat unterschiedliche anatomische Voraussetzungen und auch musikalische Vorlieben. Genauso wie eine kleine schmächtige Person nicht unbedingt geeignet für Tuba oder Kontrabass ist, sind für das Erlernen der Klarinette bestimmte körperliche Gegebenheiten notwendig. Besonders die Anatomie des Mundes, mögliche Zahnfehlstellungen, Vorerkrankungen z.B. der Atemorgane oder des Haltungsapparates, können sich negativ auf das Klarinette-Lernen auswirken. Eine fachkundige Beratung wird hier dringend empfohlen.

2. Du bist nicht ausreichend motiviert! Wie bei jeder anderen Sache entscheidet die Motivation oftmals über Erfolg oder Misserfolg. Versuche herauszufinden, ob Du überhaupt große Lust verspürst, ein Instrument zu lernen. Wenn ja, dann befasse Dich intensiv mit der Klarinette. Im Internet findest Du viele Informationen zum Thema. Wenn der Wunsch nach ein paar Wochen immer noch besteht, dann kannst Du starten.

3. Du willst zu schnell zu viel! Klarinette lernt man nicht in vier Wochen. Viele Klarinetten-Neulinge haben einfach zu wenig Geduld und werfen schon nach kurzer Zeit das Handtuch. Grund dafür ist, dass man einfach mit den falschen Vorstellungen begonnen hat. Es ist noch nie ein Meister vom Himmel gefallen. Erstmal heißt es üben, üben, üben. Nach spätestens zwölf Monaten werden sich die ersten Erfolge einstellen. Aber bis dahin heißt es, ohne Fleiß keinen Preis.

4. Spare nicht beim Material! Das wichtigste Handwerkszeug eines Musikers ist sein Instrument. Wer hier nur auf den Cent schaut und keine Qualität kauft, bezahlt das mit einer geringeren Spielfreude. Vor allem in der Anfangsphase ist ein gutes Instrument, auf das man sich verlassen kann wichtig, da einfach Erfahrungswerte fehlen, ob ein Problem am Schüler oder am Instrument liegt. Wer sich nicht gleich ein Instrument kaufen möchte, kann es auch in den ersten Jahren mit einem Mietinstrument versuchen.

5. Das falsche Alter! Die Aussage: "Klarinette kann in jedem Alter gelernt werden." ist nur bedingt richtig. Das beste Alter liegt zwischen sieben und dreizehn Jahren. Vor allem, wenn man auf dem Instrument herausragende Leistungen erbringen möchte. In dieser Zeit lernen Kinder am besten. Außerhalb dieses Zeitraumes kann das Instrument natürlich auch gelernt werden. Es wird nur um einiges schwieriger. Für Kinder unter sieben Jahren fehlen einfach die anatomischen Voraussetzungen, auch wenn es immer wieder Ausnahmen gibt.

6. Der falsche Lehrer! Es gibt sehr gute Klarinettisten, die ihr Instrument meisterhaft beherrschen, jedoch als Lehrer ungeeignet sind. Einen guten Lehrer erkennt man daran, dass er in der Lage ist für viele Probleme eine Lösung zu finden und den Schüler bestens motivieren kann. Jeder Schüler ist eine eigenständige Persönlichkeit, und die Kunst eines guten Lehrers ist diese zu stärken und die bestmöglichen Lernerfolge zu erreichen.

7. Störungen sind Gift! Genervte Nachbarn, zu fordernde Eltern, zu wenig Ruhe beim Lernen, können die Spielfreude schnell trüben. Deswegen ist es wichtig, für Ruhe und eine ausgeglichene Lernatmosphäre zu sorgen. Nur so ist ein effektives Klarinette-Lernen möglich.

8. Nicht unter Erfolgsdruck setzen! Immer wieder kommt es vor, dass Eltern und Schüler sich zu hohe Ziele setzen. Dieser selbst gemachte Erfolgsdruck ist schädlich für die Motivation, wenn es nicht klappt. Im Vordergrund sollte immer die Freude an der Musik und die Freude am Lernen stehen, keine kommerziellen Interessen. Du musst... sollte geändert werden in... ich freue mich auf und ich genieße es...

9. Allein üben ist doof! Für viele ist das tägliche Üben allein zu Hause nicht besonders motivierend. Versuche deswegen so schnell wie möglich Anschluss zu anderen Musikschülern, und wenn Du schon etwas weiter bist, zu Orchestern und Musikgruppen herzustellen. Das gemeinsame Musizieren ist Motivation pur und der ideale Lernanreiz, fördert Teamfähigkeit, Konzentration und Lebensfreude.

10. Finanzielle Engpässe! Auch wenn es heißt, über Geld redet man nicht. Auch die finanzielle Seite sollte bedacht werden. Jeder sollte sich die Frage stellen, kann ich mir den Musikunterricht dauerhaft leisten. Was gibt es für Alternativen, wenn finanzielle Engpässe zu überwinden sind. Es wäre sehr schade, wenn man seinem hoch motivierten, talentierten Kind mitteilen muss, dass es aus finanziellen Gründen mit dem Musikunterricht aufhören muss. Hier sollte man sich im Vorfeld über staatliche Förderungen und preisgünstige Alternativen zum Musikunterricht, wie z.B. Gruppenunterricht oder Förderungen in Schulen, Vereinen und sonstigen Organisationen informieren.

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